Die Heilkraft des Sonnenlichts

Aktualisiert: März 2018

Die Sonne (von ahd. Sunna, lateinisch Sol, altgriechisch Helios) ist das zentrale Gestirn unseres Planetensystems. Von ihr hängt alles Leben auf der Erde ab, sowohl Menschen als auch Tiere wussten zu allen Zeiten um die herausragende Bedeutung des Sonnenlichts für Gesundheit und Wohlbefinden. Die lebenspendende Sonne kann niemals Ursache einer Krankheit sein, entscheidend ist der Umgang mit ihr. Sie wussten einerseits um ihre Abhängigkeit von der Sonne, andererseits suchten sie ihren positiven Einfluss und nutzten ihre heilenden Strahlen bei jeder Gelegenheit. Schon in der Antike setzten Ärzte Sonnenstrahlung gezielt als Heilmittel ein, und unter dem Fachbegriff „Heliotherapie“ gibt es diese Behandlung bis heute. Alles Leben auf der Erde ist ohne das Licht der Sonne nicht denkbar, unsere Genetik lässt ein Überleben ohne Sonnenlicht nicht zu. Und doch meiden viele Menschen das Sonnenlicht, sei es, weil ihr Alltag in geschlossenen Räumen den Kontakt zur Sonne verhindert, sei es aus falsch verstandenem Schutzbedürfnis vor den vermeintlich schädigenden Strahlen. Die Folge: Erst in unserer „hochzivilisierten“ Welt leiden praktisch alle Menschen an einem eklatanten Mangel des Sonnenvitamins D. Und das wiederum hat gravierende Folgen für Körper und Gemüt.

 

„Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.“
Uganda

Die Sonne: Universalarznei aus der Himmelsapotheke

Die Sonne existierte schon Urzeiten vor dem Erscheinen der Menschheit auf der Erde und brachte unserem Planeten mit allen seinen Pflanzen und Tieren das Leben – ebenso wie dem Menschen, als dieser vor einigen Millionen Jahren die Bühne der Weltgeschichte betrat. Je nach Lebensstil, Klima und Wohnort ist es aber so, dass jeder Mensch auf die Sonne anders reagiert. Es ist unser körperlicher und geistiger Zustand, der bestimmt, wie viel Sonne wir vertragen – oder eben nicht. Aber auch an unserem „Umgang” mit dem Sonnenlicht wird jeden Tag deutlicher, dass wir Zugang und Anschluss an die Quellen der Natur fast gänzlich verloren haben und wir dringend einer „Heilung“ des Gesundheitswesens bedürfen.

Solange wir von der Schulmedizin, von sich „wissenschaftlich” nennenden Kreisen und den in ihrem Fahrwasser schwimmenden Journalisten keine vernünftigen Ratschläge bekommen und in die Irre geführt werden und in ein Korsett gezwängt werden, sollten wir uns auf uns selbst konzentrieren und in uns selbst nach den richtigen Antworten und Wegen suchen und uns aus diesem Gefängnis befreien. Damit ein Mensch im Gefängnis überhaupt je eine Fluchtmöglichkeit haben kann, muss er zuallererst erkennen, dass er im Gefängnis ist. Solange er das nicht erkennt, solange er sich für frei hält, hat er überhaupt keine Möglichkeit, aus seinem Gefängnis zu entrinnen. Selbststudium ist letztlich der einzige Weg, der zur Erkenntnis darüber führt, wie die Naturgesetze funktionieren.

Auch unsere Lebensmittel brauchen Sonne, um viele Prozesse in unserem Körper harmonisieren zu können und ihre Heilkräfte richtig zur Entfaltung kommen zu lassen. Dann werden sie ihre Wirkung nicht verfehlen! Eine Wiederherstellung der seelischen Spannkraft aber bedingt auch eine anschliessende körperliche Heilung, so, wie umgekehrt eine Schwächung der seelischen Natur auch physische Krankheiten zur Folge hat.

Sonnenlicht: Genuss mit Mass und Ziel

Um eines deutlich zu sagen: Sonnenlicht zu geniessen bedeutet nicht stundenlanges „Rösten“ unter glühender Sonne!
Kritisch für uns „Bleichgesichter” ist vor allem die Zeitspanne bis zum Erreichen einer ersten leichten Bräunung. Entscheidend ist auch hierbei, dass man mit gesundem Menschenverstand und Bedacht an die Sache herangeht. Mit blasser Haut sollte man sich anfangs auf 42° Breite (entsprechend Boston, Madrid, Istanbul oder Rom) mittags nur ein paar Minuten ungeschützt in die Sonne wagen. Täglich kann man die Sonnendosis dann ein wenig steigern, wobei unbedingt darauf zu achten ist, dass es zu keiner Hautrötung kommt. Bereits nach zehn bis zwölf Minuten in der Sonne ist die Dosis erreicht, die der Körper braucht. Ein braunhäutiger Inder beispielsweise bräuchte in der gleichen Situation etwa 30 Minuten, und bei einem sehr dunkelhäutigen Afrikaner wären schon etwa 120 Minuten vonnöten. In Europa und anderswo auf der Welt leben immer mehr Menschen in Gebieten, für die sie evolutionsmässig nicht gemacht sind, was sie dem Risiko einer für ihr jeweiliges Hautkolorit unangepassten Sonneneinstrahlung aussetzt. Damit verbunden ist ein erhöhtes Gesundheitsrisiko. Es gilt die Faustregel, dass, je dunkler die Hautfarbe ist, es desto länger notwendig ist, in der Sonne zu bleiben, damit die Haut durch die Sonne genügend Vitamin D bilden kann. Mit anderen Worten: Wenn die Sonne scheint, sollte man ihre Strahlen bewusst nutzen – aber eben mit Mass und Ziel.
Nebenbei bemerkt: Der Körper produziert in nur dreißig Minuten Sonnenbaden über die Haut 10‘000 bis 20‘000 IE Vitamin D3 (das sind 250 bis 500 Mikrogramm, also ein Viertel bis ein halbes Milligramm). Trotzdem behaupteten Wissenschaftler und Arzneimittelhersteller jahrzehntelang, Vitamin D-Gaben über 400 IE seien giftig und stellten gleichzeitig (schon in den 1930er-Jahren) ‚neue‘ Krebsmedikamente her, die nichts anderes als 50‘000 IE Vitamin D2 enthielten.

Was bewirkt eine gute Versorgung mit Sonnenlicht?

Das Licht der Sonne enthält die Schwingungen aller Mineralien, Spurenelemente, Vitamine etc., die unser Körper zum Leben braucht. Das Spektrum der Sonnenstrahlen umfasst jede natürliche Strahlung, die es gibt, und diese Strahlung ist dem Leben in vielerlei Hinsicht dienlich und förderlich. Ausserdem bewirkt sie

  • bessere Gehirnfunktionen, geistige Klarheit
  • mehr Glückshormone
  • höheres Lernvermögen
  • Stimulation des gesamten Stoffwechsels
  • Stärkung des Immunsystems
  • die Abwehrzellen werden direkt aktiviert
  • die Zellen werden in Bewegung versetzt
  • desinfizierende und antibakterielle Wirkung
  • Beschleunigung von Heilungsprozessen
  • Linderung von Arthritis und Gicht
  • Hilfe bei Pilzbefall und Hauterkrankungen
  • Schutz vor Autoimmunkrankheiten, Diabetes und sonstigen Stoffwechselkrankheiten
  • Normalisierung von Blutzuckerspiegel und Blutdruck
  • Verminderung des Herzinfarktrisikos und Schlaganfalls
  • Verbesserung der Sehkraft
  • Förderung des Hormongleichgewichts
  • und vieles mehr


Zu den Symptomen bei Vitamin-D-Mangel lesen Sie bitte das Kapitel „Symptome bei Vitamin-Mangel“.

 

„Wir können nicht leben, wenn wir die Sonne nicht suchen.“
Ludwig Ganghofer

Wichtige Informationen zur Vitamin-D-Bestimmung

Lesen Sie dazu am besten das Buch „Heilkraft D” von Dr. Nicolai Worm, ISBN 978-3-927372-47-4. Zusammenfassend an dieser Stelle einige der wichtigsten Informationen:

  • Bei der Blutwertbestimmung misst man üblicherweise nicht das eigentliche Vitamin D, auch Cholecalciferol oder kurz Calciol genannt, sondern seine Speicherform (25-Hydroxy-Vitamin-D), auch als 25-OH-D oder 25OHD abgekürzt. Der Grund dafür ist, dass es drei Wochen im Körper stabil bleibt. Wichtig ist, dass nicht etwa die aktive Form 1.25D (1,25-Dihydroxy-Vitamin-D) gemessen wird, die nur über die letzten Stunden oder Tage Auskunft gibt.
  • Das Blutentnahmeröhrchen muss sofort nach der Blutentnahme lichtdicht eingewickelt werden.
  • Die Blutentnahme sollte am besten morgens und nüchtern erfolgen.
  • Das Ergebnis kann in unterschiedlichen Einheiten angegeben werden:
    • Nanogramm pro Milliliter (ng/ml)
    • Mikrogramm pro Liter (µg/l)
      (ng/ml und µg/l sind exakt die gleiche Konzentration)
    • Nanomol pro Liter (nmol/l)
  • Werte unter 60 ng/ml sollten behandelt werden.
  • Oftmals werden die Zufuhrempfehlungen für Vitamin D nicht in Mikrogramm, sondern in Internationalen Einheiten (I.E.) angegeben. Sie können von einem Arzt oder auch selbst sehr einfach umgerechnet werden:
    1 µg = 40 I.E.
    1 I.E. =0,025 µg
  • Die Zufuhrmenge sollte 4‘000 I.E. pro Tag nicht unterschreiten. Es können bis zu 20‘000 I.E. zugeführt werden, ohne sich zu schädigen. (20‘000 I.E. sind nur 20 Milligramm!)
  • Wer seinen Körper bzw. die Haut (nicht nur an Kopf, Händen und Armen) zwischen April und Oktober annähernd jeden Tag der Sonne aussetzt, kann die Zufuhren reduzieren oder ganz weglassen.
  • Untersuchungen haben ergeben, dass der Rücken am meisten Vitamin D hervorbringt.
  • Glaubt Ihr Arzt Ihnen nicht, dann machen Sie ihn auf das Buch aufmerksam. Denn nur wenige Ärzte wissen über dieses Thema wirklich Bescheid!

 

Ich bin die Mutter Sonne und trage
die Erde bei Nacht, die Erde bei Tage.
Ich halte sie fest und strahle sie an,
dass alles auf ihr wachsen kann.
Stein und Blume, Mensch und Tier,
alles empfängt sein Licht von mir.
Tu auf dein Herz wie ein Becher,
denn ich will leuchten auch dort hinein!
Tu auf dein Herz, liebes Kind,
dass wir Ein Licht zusammen sind!

Christian Morgenstern (1871-1914)